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Dorilla gerichtet, mit dem festen Glauben, der Himmel werde sie gewiß segnen durch der Tochter fleißige Hand. Nun that wohl das gute Kind, was in ihren Kräften stand; aber wie emsig sie auch spann, wie fein sie auch das Fadchen drehete mit der unermüderen Hand, so langte es doch kaum hin zu dem Allernothwendigsten. — DaS ging denn der guten Dorilla sehr zu Herzen, und oft sann sie still und betrübt am schnurrenden Rädchen auf klugen Rath, aber immer vergebens. Denn außer dem Haufe durste sie sich keine Arbeit suchen, weil ja sonst die Kranke ganz ohne Pflege gewesen wäre. Da sie denn vor Sorgen um die geliebte Mutter gar nicht wußte, wo aus und ein; so suchte sie ihren Trost im Gebet, und ließ nicht ab, zu hoffen, der Himmel werde sie doch nicht ganz verlassen, und sich gewiß einst hilfreich offenbaren.
Es begab sich aber, daß Dorilla emeS TageS zu Markte wollte, um ihr Garn zu verkaufen, welches dieß Mahl ganz überaus fein war, und ihr einen artigen Gewinn versprach. Es war im ersten Frühjahr, wo die Bergstrbine höher an- schwollen von dem geschmolzene» Schnee, weit übertretend aus den engen Ufern, und sich Wege bahnen über nahe Felder und Wiesen, daß die Straßen und Fußsteige oft unzugänglich und ge-

