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Die goldene Spindel.

Eine Sage.

einer reitzenden Gegend am Fuße des hohen Nicsengebirges *) lag ein kleines friedliches Dörf­chen. Dort wohnte in stiller Eingezogenheit eine arme Wittwe mit ihrem einzigen T'ochterlein, Dorilla genannt. Es war aber diese ein gar gutes und holdes Kind, und von allen Mensche» geliebt wegen ihres sanften Gemüthes und from­men Fleißes. Denn sie säumte nicht, bey frühestem Morgen an ihr Tagewerk zu gehen, und zu arbei­ten, bis die Sonne sank, und zwar mit aller Lust und Freude, weil sie es für die geliebte Mutter that, die sehr arm war uüd krank, so daß sie nichts mehr verdienen konnte mit ihren schwachen Handen. Ihr einziges Hoffen war daher auf

*) Eines der merkwürdigsten Gebirge DemschlandS zwischen B ö h m e n und S ch l e si e n. Die höchst« Spitze desselben heißt Schneckvppe.

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