Nro. I.

Der Hirtenknabe.

ÄbbaS, mit dem Zunahmen der Große, Kdnig von Persten, war einst auf der Jagd verirret. Er kam auf einen Berg, wo ein Hirtenknabe eine Herde Schafe weidete. Der Knabe safi unter einem Baume und blies die Fldte. Die liebliche Melodie des Liedes und die Neugierde lockten den Kdnig näher hinzu: das offene Gesicht des Knaben gefiel ihm; er fragte ihn über allerley Dinge, und die schnellen, treffenden Antworten dieses Kindes der Natur, das ohne Unterricht bey seinen Herden aufgewachsen war, setzten den Kdnig in Verwun­derung. Er hatte noch seine Gedanken darüber, als sein Vezier dazu kam. Komm, Vezier, rief er ihm entgegen und sage mir, wie dir dieser Knabe gefällt. Der Vezier kam herbey; der Kdnig setzte seine Fragen fort, und der Knabe blieb ihm keine Antwort schuldig. Seine Unerschrvckenheit, sein