aufmachte, sitzt da seine Frau mitten in der Stube auf dem Sattel und kann nicht herunter, und jammert und schreyt. Da sprach er: „Herzensfrau, gib dich nur zufrieden, ich will dir alle Reichthümer der Welt herbeyschaffen, nur thu mir den Gefallen und bleib da sitzen." Sie sagte aber: „Was helfen mir alle Reichthümer der Welt, wenn ich auf dem Sattel sitze! du hast mich darauf gewünschet, du mußt mir auch wieder herunter helfen." Er mochte nun wollen oder nicht, er mußte den dritten Wunsch thun, daß sie vom Sattel ledig war und herunter steigen konnt, und der ward auch erfüllt.
Also hatte er nichts davon als Aergrr, Müh und ein Verlornes Pferd; die Armen aber lebten vergnügt, still und fromm bis an ihr seliges Ende, und sie sagten oft zu einander: Ach, wie gut war eö, daß wir den armen Wanderer freundschaftlich und liebreich aufgenommen haben!
Brich den Hungrigen dein Brot, so du einen nackend siehest» so kleide ihn, und die, so im Elend sind, führe ins Haus, und entzeuch dich nicht von deinem Fleisch. Zcs. 58, 7.

