meiner Roth geholfen!" sprach er, und eilte seinen Reichthum naher zu betrachten, als er einem Herolde begegnete, der diese Worte ausrief: Ihr redlichen und gottesfürchtigen Leute! wer von euch einen Beutel mir tausend Zechinen gefunden hat, und denselben an den Eigenthümer zurückgeben will, der soll hundert Zcchincn zur Belohnung empfangen. „Hundert Zechinen," dachte A l a e d- din, die ich rechtmäßig besitze, sind besser als tausend gestohlne. Unrecht gedeiht nie, und sein Lohn ist Rene. Was würde ich gewinnen, wenn ich mein Glück auf das Verderben eines Andern bauete? Wer kann den Fluch eines Armen ertragen? Nein! ich will keinen Fluch über mich bringen." Er ging auf den Herold z» und fragte, wer der Mann sey, der den Beutel verloren habe. Warum fragst du das? antwortete der Herold. „Der Beutel ist gefunden, fuhr Alaeddin fort. Wenn der Andere sein Recht dazu beweisen kann, so ist man bereit, das Gefundene zurück zugeben." In Wahrheit, sagten die Umstehenden, als Alae d- bin mit dem Herolde fortging, das ist ein Mensch, wie es wenige gibt; dergleichen Redlichkeit ist jetzt eine seltene Erscheinung.
Der Herold führte ihn in ein großes Haus. Sie traten in einen kleinen Vorsaal, wo ein langer, hagerer Mann zwischen einer Menge Rechnungs- bücher saß, in denen er blätterte. „Herr" sagte

