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Das Untersagen half aber nichts. Eines Nachmittags, alS auf dem herrschaftlichen Hofe große Gesellschaft war, und die sorgsame Mutter sich weniger um die Kinder küm­merte, als sonst wohl ihre Gewohnheit es mit sich brachte, kam Franzen und Eduarden die Lust an, ihr Heil auf dem Wasser zu versuchen. Ihrer Meynung nach war die Mut­ter zu ängstlich, und die Regierung des Fahrzeuges für sie ein Spiclwerk- Kecken Muthes liefen sie nach dem Garten zu, von wo aus man den Kahn besteigen konnte. Die Kette, durch welche er am Ufer befestigt war, wurde bald gelöst, und eben so bald stieg man hinein, und stieß vom Ufer ab. Anfänglich ließ sich alles recht gut an. Der Kahn schwamm gar sanft dahin, und die beyden Junker freuten sich herzlich ihrer Heldenthat. Aber so wie der heitre Himmel der frühen Morgenstunden nicht für die heitre Luft des ganzen Tages bürgt, so gieng es auch hier. Der erwünschte Anfang ward von einen, traurigen Ende beglei­tet. Weder Franz noch Eduard verstanden die Ruder zu führen; sie konnten weder vorwärts steuern, noch umlenken, und waren folglich ganz dem feuchten Elemente überlassen. Seiner Willkühr mußten sie folgen. So trieben sie auf dem Teiche immer tiefer nach dem jenseitigen Ufer. Zwar arbeiteten sie aus allen Kräften, um wieder den Garten zu erreichen; allein vergebens. Franz verlor zuletzt das Ruder, und Eduarden siel der Hut ins Wasser. Der Zu­stand der Knaben erregte Mitleid, besonders da niemand in der Nahe war, der ihnen helfen konnte. Erst nach zwey vollen Stunden unsichcrn Umhcrtrcibens, trieb der Kahn von ungefähr an ein schilsreiches Gestade, allwo er stockte und nicht weiter konnte. Aber auch damit war ihre Erlö«