XII.
M ü h l e.
-ine der nützlichsten Erfindungen für den häuslichen Bedarf des Menschen ist unbezweifelt die Erfindung der Wind- und Wassermühlen. Beyde Maschinen liefern das Mehl zu unserm Brote, einem der nahrendsten Nahrungsmittel der Menschen. Wie schwierig mußte es vor der Zeit dieser trefflichen Erfindung seyn, daS Mehl aus den Hülsen der Korn- und Weizenkörner heraus zu bringen? Welche Mühe und welcher Zeitaufwand zugleich mußte damit verbunden seyn! Anfangs begnügte man sich gar damit» daß man die Körner mit den Zahnen zermalmte. Späterhin zerquetschte man die Getreide- körner zwischen einem Paar Steinen, und schon glaubte man den Stein der Weisen entdeckt zu haben, als man die so genannte Srampfmühle, oder eine Art großer Mörser erfand, durch deren Hülfe man seinem Zwecke naher kam. Wie anstrengend die Arbeit an diesen Stampf- mühlen seyn mußte, kann man aus dem Umstände schließen, daß man Sklaven und Sklavinnen dabey anstellte, die zur Strafe das Werk treiben mußten. Wenn der Herr zu dem Sklaven sagte: „Ich werde dich an die Stampfmühle schicken," so'hieß das so viel, alS: „Du

