kommen. Das Thier hat Gefühl, wie der Mensch; es empfindet Freude und Schmerz, wie der Mensch. Dem Menschen gefallt aber die Freude, und er verabscheut den Schmerz. Eben so ist es mit den Thieren- Das sollte jeder vernünftige Mensch bedenken, und jedes Kind sollte sich die Lust versagen, ein Thier, sey es, welches es wolle, zu mißhandeln. Was für ein Ljcrgnügen kann ein Mensch daran haben, ein Thier leiden zu sehen! Viele Thiere geben ihren Schmerz, den sie bey den Qualen, die man ihnen auflegt, empfinden, durch Schreyen und durch andere Merkmale zu erkennen. Wey vielen ge­schieht dieß nicht. Allein nicht darum, weil sie nichts empfänden, sondern weil sie nicht um Hülfe rufen oder auf andre Weise ihre widrigen Gefühle ausdrücken kön­nen. Die Fliege, der Schmetterling, der Käser, der Frosch können sich nicht durch Wehklagen verständlich machen, aber sie fühlen es gewiß tief, wenn ihnen die Füße, die Flügel und andre Glieder ausgerissen oder ver­stümmelt werden; denn sie sind empfindende Wesen- Das bedenke jeder Mensch, und habe Mitleid mit unschuldigen Thieren!