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Steinmassen gefunden und durch Sprengen und Brechen aus ihrem Lager gebracht werden/ heißen Steinbrüche. Unser Baterland zahlt derselben eine große Menge; aber nicht alle Brüche sind von gleieber Güte. Je weicher die Steine sind, die ein Bruch hergiebt, desto weniger taugen sie zum bauen; je härter/ desto brauchbarer. Die Pirnaischen Steinbrüche/ 2 Meilen von Dresden, hinauf- warts nach Böhmen zv/ sind die berühmtesten, und liefern sehr schöne Steine, die zum Bauen der Brücken, der Brunnen, der Thore und ganzer Häuser angewendet werden. Die Bearbeitung derselben kostet den Arbeitern manchen Tropfen Schweiß, und nicht selten kommen Menschen dabey ums Leben.
Dasselbe hätte leicht einst einigen Knaben begegnen können, die freylich nicht ihr Beruf, sondern Borwitz und Muthwille in die Steinbrüche führte.
Es waren der Knaben an der Zahl viere, die vorgeblich in Gesellschaft zur Schule gicngcn. Dahin gicn- gen sie aber nicht, sondern, einer frühern Berabredung zu Folge, in die Steinbrüche. Auf einem gewissen Platze lagen eine Menge zu- und ungehauner Steine über und unter einander. Diese Gruppe machte unsern vier Knaben viele Lust. Sie spielten und jagten sich zwischen den Steinen herum und haschten sich Wechselsweise- Des Jagens und Haschens müde, begannen sie Springübungen. Es, gieng von einem Stein zum andern, und wer über die weitesten Zwischenräume wegsetzen konnte, galt für den Meister. Auch das bloße Springen und Uebrrsetzen gnügte zuletzt den Knaben nicht. Es war für ihr Kunsttalent zu wenig. Sie höhlten lange Stöcke und Stangen

