Wo nun hin? ,,Jn den Hinterhof," hieß eS. „Ja, ja, das ist recht " schrieen alle mit einem Munde. „Dort haben wir unsre volle Freyheit, dort sagt uns niemand etwas." Aber eben hier war es, wo sie sich selbst bestraften.
In dem Hinterhofe wohnte nämlich ein Bötticher, der neben seiner Wohnung seine Werkstätte hatte. Nicht nur in dem Hause, sondern auch vor demselben stand alles voller Fässer und Tonnen. Einige derselben lagen nach der Länge hin, andere waren aufgerichtet. Es gieng daher ziemlich enge zu. Diese Beschränktheit des Spielraums hatte die Kinder des Künstlers bisher vom Besuch des Hinterhofes abgehalten, und dem Bvttichermeister war damit kein. Tort geschehen. Itzt, da man sie nirgend dulden wollte, und sie überall fortjagte, mußte man aus der Noth eine Tugend machen, und den Hinterhof sehr annehmlich finden. Ein Umstand, der den Bötticher gar nicht behagte, Mehrere Tage diente bereits der neue Platz zum Spielplätze, und es gieng ziemlich lustig her. Manche der Poltereyen wurden nicht bemerkt, da daS eigne Getöse des Faßbindens und Zuschlagend dieselben nicht hörbar werden ließ, und so befanden sich die Kinder einige Tage ziemlich wohl. Aber bald brach der böse Genius, der über sie waltete, plötzlich los, und beynahe galt es Leib und Leben. Die Knaben trieben ihr Spiel auf und zwischen den Fässern nicht nur munter und lustig, sondern zuletzt ausgelassen, und da erfolgte denn das Schauspiel, das auf dem Bilde vorgestellt ist. Der reitende Knabe rutschte hin und her, und diesem begegnete sonst nichts Widriges, als daß er die Beinkleider zerriß.

