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sie mir von meinen Bätcrn erhalten worden ist, so sollen sie meine Nachkommen von mir erhalten, und auf ihr den Segen ihrer Vorfahren ererben.« Da nahm der König eine ernsthaftere Sprache an:Wißt ihr auch, guter Mann, daß ich gar nicht nöthig habe, viel Worte zu mache«? Ich lasse euere Mühle taxiren, und breche sie ab. Nehmt alsdann das Geld, oder nehmt es nicht!« Da lächelte der unerschrockene Man», der Müller, und erwiederte dem König:Gut gesagt, allergnädigster Herr, wenn nur das Hosgericht in Berlin nicht wäre." Nämlich daß er es wolle auf einen richterlichen Ausspruch ankommen lassen. Der König war ein gerechter Herr und konnte überaus gnädig sein, also daß ihm die Herzhaftigkeit und Freimüthigkeit einer Rede nicht mißfällig war, sondern wohl gefiel. Denn er ließ von dieser Zeit an den Müller unangefochten, und unterhielt fortwährend mit ihm eine friedliche Nachbarschaft. Der geneigte Leser aber darf schon ein wenig Respekt haben vor einem solchen Nach­bar, und noch mehr vor einem solchen Herrn Nachbar.

43. Zwei Kprachcrinncrungen.

Ein guter Theil der geneigten rheinländischen Leser wird ersucht, zwischen den WörternLehren" undLer­nen« einen Unterschied zu machen. Lehren heißt Unterricht geben. Lernen, das heißt Unterricht empfangen und an­nehmen. Man kann nicht sagen:der Herr Provisor hat mich die Regel Detri gelernt," sondern »der Herr Provisor hat mich die Regel Detri gelehrt,« oderich habe sie bei ihm gelernt.« Nicht so:lern' mich Das und Das, damit ich's auch kann," sondern so: »lehr' mich Das und