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sich hatten, richtig und ohne Zweifel denselben braunen Bären hcraushctztcn, der Iwans Leben bedroht hatte. Denn es war dieselbe

Gegend des Waldes, in welcher Iwan von dem Bären verfolgt worden war.

Der Bär bekümmerte sich anfänglich wenig um die ihn verfolgenden Hunde und war im Begriff, sich in eine tiefere Schlucht zu begeben, welche für die Pferde unzugänglich gewesen wäre. Deßhalb sprengte der junge Graf Feodor ihm geradezu in den Weg, um

ihm denselben abzuschneiden und rief den klebrigen zu, ihm zu folgen. Als er eben beim Bären angekommen war und dieser sich drohend

auf die Hinterbeine stellte, ein Riese gegen das kleine, aber sehr schnelle Pferd, welches Feodor ritt, zielte er mit feiner Pistole nach dem Herzen des Bären und schoß aber die Kugel durchbohrte ihm nur den Bauch. Jetzt kam der noch wüthender gewordene Bär auf den Hinterbeinen auf ihn zu.

Feodor zog seinen Säbel, um ihm den Schädel zu spalten, aber ehe er zu dem gewaltigen Hiebe ganz ausgeholt hatte, schlug der

riesige Bär mit seinen Tatzen Feodors Pferd nieder, daß es seitwärts auf den Boden taumelte, und Feodor mit dem linken Fuße

unter dem Pferde lag, während der Bär über das Pferd her auf ihn eindrang. In dieser verzweifelten Lage und unfähig zu entrinnen, raffte Feodor alle seine Jugendkraft zusammen, führte einen furchtbaren Hieb und spaltete dem Bären Kopf und Schnauze, während Feodors Pater, der schnell herangcrittcn war, ihm eine Kugel durch den Kopf schickte. Der Bär sank zusammen und Feodor war gerettet. Sein linkes Bein war freilich an mehreren Stellen bedeutend gequetscht. Aber bis sein Pferd aufgesprungen war und er sich

vom Boden erhoben hatte, wälzte sich der Braune in seinem Blute. Mit großem Jubel wurde der Braune von den Bauern heim­

getragen und an Iwans Fenster vorbei, damit er seinen getödtetcn Feind noch einmal durch die Glasscheiben betrachten konnte.

Dein Gebet war dicßmal sehr nöthig, Iwan," sagte Feodor, als er bald darauf zu ihm eintrat;und Gottlob, es hat geholfen! Ich war in der größten Lebensgefahr. Ist aber auch kein Wunder! Denn solch ein Ungethüm, wie diesen Braunen, habe ich noch nie gesehen! Nun sollst du aber auch ein saftiges Stückchen von seiner Zunge zu essen bekommen!"

Danke schön!" antwortete kopfschüttelnd Iwan.Schenke mir lieber seine Haut zu einer hübschen Satteldecke für meinen Ponny."

Am folgenden Tage wurde das Fleisch des Braunen unter die Bauern vertheilt, von den besten Bissen eine Bärenmahlzeit

gehalten, Iwan aber bekam richtig das Fell zum lebenslänglichen Andenken an dieses Abcntheuer.