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meistens aus dem Rachen heraus. Im Zorn wölbt er die Haut seines Gesichts und sieht dann noch grimmiger aus. Selbst in der

Ruhe sieht man ihm den Wütherich an. Auch die größten Thiere fürchten ihn, selbst der Elephant; denn er geht darauf aus, ihm

den Rüssel abzubeißen. Dann ist der Elephant verloren. Er hat ein gelblichbraunes Fell, das am Bauche weiß ist und schwarzbraunc regelmäßige Querstreifen hat, der Schwan; ist sehr schön geringelt. Seine Zähne sind so scharf, wie die des Löwen und in seinen Tatzen und Krallen hat er eine solche Kraft, daß er Pferde und Büffel mit einem Schlage tödtet. Er wohnt in Indien im Dickichts der Wälder und im Schilf der Flußufer, wo er auf seine Beute lauert. ^Ucbrigens können ihm ungewohnte Erscheinungen doch auch Schrecken einjagen. Z. B. in Bengalen saß einmal eine Gesellschaft an einem Flusse. Unbemerkt schlich ein Tiger heran. Ein Frauenzimmer aber bemerkte ihn, als er eben daran war, auf einen Herrn der Gesellschaft den tödtlichcn Sprung zu thun. Dieses machte schnell ihren Sonnenschirm auf und hielt ihm denselben entgegen. Darüber erschrack der Tiger so, daß er sich schnell davon machte.

Er ist schwer zu schießen, wenn nicht die Kugel die weichsten Theile seines Körpers trifft. Sein Fell ist eine vortreffliche, wunderschöne

Decke; sein Fleisch aber riecht häßlich.

Die Hindus jagen nach dem Königstigcr gewöhnlich mit Elephanten, weil die Pferde ihn zu sehr fürchten und einen wahren Abscheu vor ihm haben. Eine solche Tigcrjagd ist hier abgebildet. Der Sohn eines indischen Großen in Luknow liebte diese Jagd leidenschaftlich und ruhte nicht, bis sein Bater ihm erlaubte, auf die Tigerjagd mit seinen Leuten, mit zwei Elephanten, zwei Pferden und einigen Treibern auszuziehen.

Glaube nicht, mein Sohn," sagte der Bater,daß die Elephanten unüberwindlich sind. Ich sah einmal eine Tigerjagd mit an, die damit endigte, daß der wüthende Tiger von hinten auf den Elephanten sprang, daß der gemarterte Elephant sich niederwarf, um den Feind durch Hin- und Herwälzen zu erdrücken, damit aber auch seine Reiter abwarf und erdrückte. Ein andermal sah ich, wie ein Tiger von einem Baume aus dem Elephanten auf die Stirne sprang und den Rüssel abbiß."

Das mag wohl sein," antwortete der junge Hindu;aber doch ist der Elephant an Klugheit und Geistesgegenwart dem Tiger, wie dem Löwen, weit überlegen. Einer meiner Freunde hat einen Elephanten, Namens Mira, der so gut abgerichtet ist, daß er jedesmal den Sprung des Tigers ruhig abwartet, ihn aber im Sprung plötzlich mit dem Rüssel faßt und ihn dann wie einen Ball so hoch in die Luft schleudert, daß er zappelnd und heulend wieder auf den Boden stürzt und schon durch den Fall das Leben einbüßt. Ja, als neulich mein Freund den Mira auf die Löwenjagd führte, geschah es, daß sich einer der Jäger unvorsichtig zu weit zum Lager des Löwen heranwagte. Der Löwe that den Sprung, erfaßte den Jäger und hatte ihn alsbald unter den Tatzen. Dieß war an einem Baume. Was thut der kluge Mira. Er rannte schnell hin, faßte den Baum mit dem Rüssel und zog ihn über den Leib des liegenden Löwen her so gewaltig nach dem Boden, daß der Löwe in einem Nu zerquetscht war und brüllend und wie ein Wurm sich krümmend, erstickte. Ja noch mehr. Auf der letzten Tigerjagd sprang ein Tiger von einem Baume

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