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Grunzen hinter ihm her. Als es die Jäger ansichtig swurde, fing es an, den Boden mit den Füßen wüthend zu stampfen und warf sich William entgegen. Puff, knallte seine Büchse. — Gefehlt! Die Kugel sprang am Brustpanzer ab. Puff, knallte es augenblicklich
nach. — Abermals gefehlt; die Kugel ging über den Kopf weg. Auch der Pflanzer schoß zweimal, vergeblich! Das Nashorn stürzte
sich wie ein Mauerbrecher gegen Williams Pferd, um ihm den Bauch aufzuschlitzen, verfehlte aber sein Ziel auch und hob nur mit
dem Kopfe das Pferd in die Höhe. Dieses aber stürzte, und in einem 'Jto lag William zu den Füßen des Thieres, während der
Sklave erschrocken entfloh, die zwei Andern, der Hottentotte und des Pflanzers Sohn, sich zum Schuß fertig machten, und der zweite Hottentotte einen furchtbaren Schlag mit seiner Kente gegen den Schädel des Thieres führte.
Nur Williams Muth und Besonnenheit rettete ihn in dieser verzweifelten Lage. Auf dem Boden liegend ergriff er sein Faschinen- messer und durchbohrte das Herz des grimmigen Thieres. — Zu gleicher Zeit schlug der Hottentotte dem Thiere den Schädel ein, und dieser Schlag war es, auf den das Nashorn jetzt plötzlich zusammenbrach. Aber in seinem Fall noch drückte es dem verwegenen William sein rechtes Bein ab, so daß er heimgetragen werden und zwei Monate das Lager hüten mußte.
Die Hottentotten theilten das Fleisch des Nashorns, der Pflanzer bekam die Haut und William das Horn. Aber es kam ihn theuer zu stehen. Wen bloße Gewinnsucht zur Tollkühnheit und zu verwegenen Handlungen verleitet, der nimmt immer Schaden, ists nicht an zeitlichem Gut und Geld, so ists an der Seele und am Herzen.
VII. Hochmuth kommt vor dem Fall.
Gewiß bebt euch das Herz, wenn ihr das schöne, edle, arme Thier, den Hirsch, dort auf der VII. Tafel, zum Tode ermüdet von dem wilden, verzweiflungsvollen Lauf und zerfleischt von dem wüthenden Biß der blutgierigen Windhunde zusammenbrechen seht. Bier- Reiter und vierzehn Hunde Stundenlang hinter einem einzigen Hirsche her! Da muß das arme gehetzte Thier unterliegen! Wenn es nur auch ein wildes, garstiges Raubthier wäre, das man so langsam zu Tode jagt auf einer Parforce-Jagd; so nennt man eine Jagd, wo man die Thiere nicht schießt, sondern durch Nachjagen zu Tode hetzt; — aber — der stille, sanfte, friedliche Hirsch, der Niemanden

