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Bruno zu suchen. Die Gräfin war aber so krank, daß er sich nicht weiter entfernen konnte, als um einen Becher mit Wasser zu füllen. Dort .flüsterte es wieder:ich sorge surö Kind, bin treu gesinnt," allein eS blieb unmöglich, zu entdecken, woher die Stimme kam. Langsam setzten sie ihre betrübte Reise fort, wochenlang waren sie unterwegeö. Hin und wieder fanden sie wohl ein Dorf oder auch eine Burg, wo man sie freundlich aufnahm; so krank aber die Gräfin war, wollte sie doch nimmer rasten, und verlangte immer unruhiger nach ihrer Heimath. Endlich erreichten sie Stein­walde, und zum ersten Male erleichterten Thränenströme daü Herz'der armen Gräfin. Sie war so völlig erschöpft, daß sie in die Burg und in ihr Schlafgemach getragen wer­den mußte, was sie nicht wieder verließ, denn sie krankte fortan immerwährend. Desto mehr trieb sich Blanche in allen übrigen Gemächern, auf den Thürmen, in den Höfen, in den Kellern, im Garten umher, neckte Alle, die ihr in den Weg kamen, und plauderte viel mit Knechten und Mäg­den, die ihr allen Willen thaten. Sie sagte zur Mutter, sie müsse doch deutsch lernen, gewöhnte sich aber dabei al­lerhand Unarten an. Die litt die Mutter nicht, wenn sie bei ihr im Zimmer spielte, und noch fataler war es der kleinen Blanche, daß die Gräfin immer genau wissen wollte, wo und wie sie die übrige Zeit zubrächte, denn da kam stets allerhand zum Vorschein, waö ihr verboten war. Einst sollte eine Kammerjungfer mit Blanche in den Garten spa-