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zieren gehen, führte sie aber statt dessen hinunter ins Dorf, wo ein fremder Spielmann angekommen war und alles munter tanzte. Das war ganz wunderschön, allein nachher sollte sie zur Mutter kommen und fürchtete sich sehr. Da sprach die Kammerjungfer auf dem Rückwege: „Ihr müßt der Gräfin nicht sagen, wo wir gewesen sind, sonst bekommt Ihr Schelte, und sie braucht es nie zu erfahren." Das schien der Kleinen ein guter Ausweg, und sie schwatzte der Mutter so viel vor, wie schön es im Garten gewesen sei, daß sie gar nicht zum Fragen kam. Seitdem lief Blanche alle Tage hinunter ins Dorf, sobald der Graf auf die Jagd geritten war. Hatte sie schon das Burggesinde geneckt und gefoppt, so trieb sie'ü im Dorf noch viel ärger. Sie schenkte den Kindern leere Bonbonpapiere und warf ihnen Staub ins Gesicht, arnsen Leuten gab sie Beutelchen mit Rechenpfennigen, machte die Schweineställe auf und trieb die Hühner von den Höfen, warf die Leute mit Disteln und waö dergleichen mehr war. Kam sie zurück, so log sie der Mutter immer dreister vor. Auf diesen Streifzügen bemerkte sie, daß ein Kätzchen ihr immer nachlief, sich an sie anschmeichelte und sich gern von ihr greifen ließ. Blanche nahm sie mit in die Burg, und Mist wurde ihre beständige Begleiterin. , Die Gräfin starb in dieser Zeit, und der Graf war so betrübt, daß er wenig darauf Acht gab, waö um ihn her geschah. Auch war sein Töchterlein jetzt sein Eins und sein Alles/ und Blanche that so schön

