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flößte ihr ein ungewöhnliches Interesse an den Kindern al­ler ihrer Freunde ein.

AIs sie ihren kleinen Neffen sah, nahm sie ihn in ihre Arme und küßte ilm zärtlich. Sein blondes Haar und seine himmelblauen Aeuglein erinnerten sie an den letzten ihrer Knaben, den sie verloren hatte, und sie bat um die Erlaub­niß, bei dem Kinde Parkenstelle vertreten zu dürfen. Beide Eltern waren erfreut über dieses Anerbieten, und es wurde festgesetzt, daß die Taufe wenige Tage vorLad» Seymours Abreise stattfinden sollte.

Vor der Taufe machte jedoch diegnteDame noch man­chen Besuch bei Karl und Sophie, an deren Wohl und Wehe sie in verschiedener Beziehung besonderen Antheil nahm. Karl war ihr jüngster Neffe, und da er seineMutter sehr frühe verloren hatte, war seine Erziehung in einiger Hin­sicht und gerade in wichtigen Stücken vernachlässigt worden, während er zugleich viele von den nichtigen, eiteln Begriffen und Gewohnheiten angenommen halte, in denen sein älte­rer Brnder aufgewachsen war. Auf diesen hatte Lady Sep- mour nur wenig Einfluß gehabt, Karl jedoch hatte regel­mäßig seine Ferientage bei ihr zugebracht, bei welchen Gele­genheiten sie sich, und zwar nicht vergeblich, bemüht hatte, ihm einen Geschmack an den Wissenschaften und außerdem religiöse Begriffe und Gefinnungen beizubringen. Mehr konnte sie nicht thun, da er nur gelegentlich sie besuchte.

Lady Seymour hatte in ihrer Jugend Sophiens Eltern häufig besucht. Sie kannte sie als ernste Leute und war überzeugt, daß sie mit der Erziehung ihrer Tochter gewiß sich alle Mühe gegeben halten. Die Wahl, die ihr Neffe