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stimmen, aber Sophiens Gebet wurde erhört und ihm bald auf seinem Pfade Einhalt gethan, freilich nicht auf die Art, wie ihre menschliche Weisheit es vielleicht gewünscht oder der natürliche Wunsch nach irdischem Glück sich es gedacht hätte.
Der kleine Karl war nun ungefähr vier Jahre alt, und erst vor wenigen Wochen war noch ein liebes Mädchen, Amalie, nach Sophiens Mutter genannt, dazu gekommen, als eines Morgens zu Herbstesanfang Karl ein Jagdpferd bestieg, das er erst kurz zu einer ungeheuren Summe angekauft hatte, und sich von Sophien mit dem Bedeuten verabschiedete, daß er eine große Gesellschaft von Freunden zum Mittagessen mitbringen werde. Schon zuvor hatte Karl diese Absicht ausgesprochen und Sophie damals gewagt, ihm vorzustellen, daß die häufige Wiederholung solcher Gastereien für sie eben so unpassend als unschicklich seien; daher kam es vielleicht, daß Karl seinen Willen etwas weniger freundlich aussprach, als er sonst gewohnt war, — sein Ton war bestimmt und gebieterisch. Sophie antwortete nur durch eine sanfte Neigung des Kopfes und nahm, durch Thränen lächelnd, die sie vergeblich zurückzudrängen suchte, von ihrem Gatten Abschied.
Während sie so des Vormittags die burüstungeu für die Ausnahme der von ihrem Manne angesagten Gesellschaft machte und mit innerem Widerstreben Alles auf eine Art zurüstete, die, wie sie wohl wußte, ihre Umstände eigentlich nicht erlaubten, kam eine mehr als gewöhnliche Betrübniß über sie. Die meisten von den klugen und einfachen, aber sehr gastfreienEinrichtungen ihresVatcrs waren abgeschafft wer-

