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sie nicht zur Vertrauten ihre» Kummers machte, baß sie nicht mir ihr klagte, daß iu ihr entbehr­lich zu seyn schien, und zwar in einer Lage, w» man ss gern die Warte der Theilnahme und Lie­be hört. Daß gute Kind fühlte eS auch nur zu lebhaft, wie sich ihr Herzleid mit jeder Stunde vermehrte, da ihr keine Seele begegnete, die sie zu erheitern und zu trösten versuchte. Ach! sie erfuhr jetzt mehr, als je, wie ihr gan­zes Glück und ihre Freude einzig von der Mut­ter abhing und wie unentbehrlich ihr diese war. Auch sie liebte die Einsamkeit wie ein wiilkomm- ves Geschenk, mied gern den Umgang der Men­schen, die sie nur an ihren verstorbenen Vater erinnerten, sie betrauerten, ohne ihr Beruhi­gung geben zu können.

An einem Morgen stand sie vor der Hofpfor­te und sah das Dorf hinab, über ein kleines Wäldchen hin, über das die aufgehende Sonne im herrlichsten Purpurrolh empor schwebte. Ihre C« le wurde von dem prachtvollen Schauspiel der Natur so forrzeriffen, daß sie die Erde mit al­len ihren Leiden vergaß, sich zu Gott erhob und

dachte: der, der die Sonne auf- und nieder-

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