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Dörner ihr, als der Schmerz über den gelieb­ten Todten sie bis zur Erde beugte, beistand.

Emilien stürzten schon die Thränen aus den Augen, als sie Louisen erblickte. Mit stummer Wehmuth drückte sie sie an ihr Herz, und wun­derte sich nach einigen Minuten nicht wenig, als sie Louisen so gefaßt fand. Die Ruhe, die sie in dem ganzen Wesen ihrer Freundin bemerkte, kam ihr so befremdend vor, daß ihr der Gedan­ke einfiel! Louise hat ihren Vater wohl nicht s» zärtlich geliebt, wie du den deinen, wie konnte sie sonst jetzt schon so getröstet seyn? War er ih­rer ganzen Zärtlichkeit nicht werth, oder wurde eS ihr leicht, ihn zu vergessen? Wäre das letz­tere der Fall, o! dann hätte sie einen großen Theil deiner Zuneigung, der du sie bisher wür­dig hieltest, verloren. Ein Mädchen, das nicht auS vellem Herzen feine Aelkecn licbt, kann in dem hohe» Grade nicht deine Freundin seyn, eS nicht bleiben, wie'S Louise bisher war.

Diese und ähnliche Gedanken, die Emilien flüchtig durch die Seele fuhren, schwächten dar Mitleid, wa» sie für Louisen empfand, eh sie