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sie selbst sah. Schmerzlich hatte sie sie betrauert, in der Entfernung von ihr mit ihr geweint und schon alle« vorbereitet, um sie zu trösten. Sie konnte sich nicht enthalten, Louisen ihr Befrem­den in schonenden, behutsamen Lucdrücken zu erkennen zu geben und sagt«: Ich finde dich viel getrösteter und ruhiger, al« ich'« dachte. Ich überzeuge mich, baß du weit mehr Gewalt über dich hast, al« ich, da mein guter, unvergeß­licher Vater gestorben war. Meine Verzweiflung, al« er die Augen schloß, war so groß, daß ich an seinem Sterbelager ohnmächtig niedersank. Monate verstrichen, eh sich der heftige Schmerz meiner Seele legte, und noch kann ich nicht an ihn denken und von ihm reden, ohne daß mir die Thränen in den Augen stehn. Louise, gieb mir Aufschluß, au« welcher Quelle du diese Standhaftigkeit schöpftest, die dich über da« Lei­den erhebt, wa« dich traf, sie ist mir unerklär- bar, wenn ich mir dein weiche« Herz,, deine Liebe zu dem Vater denke.

Acht meine gute Emilie, sagte Louise, du scheinst mich für hart, leichtsinnig und undank­bar zu halten, aber du irrst dich, da« bin ich