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2m Dorfe hatte sich manches geändert. ES war ein neuer Amtmann angezogen, ein herrsch- süchtiger, stolzer, eigennütziger Mann. Die Lauern mußten ihre Hofedienste nicht allein pünktlich leisten, sie wurde» auch von ihm wie gemeine Sclave» behandelt. Einigemal kam cS sogar mit dem Wirthschaftsaufseher, der sehr hart mit ihnen verfuhr, zu Erreiligkeiten. Er schlug mehrere Knechte, die Herren beschwerten sich deshalb bei dem Amtmann und wurden als Ungehorsame und Widerspenstige einige Lage inS Gefängniß geworfen. Eine so ungerechte Behandlung, die ihnen bisher nicht wiederfahren war, empörte ihre Gemüther, und es konnte nicht fehlen, daß sie's laut wünschten, ihr voriger Amtmann, der sie wie ein Freund behandelt hätte, möchte noch leben.
Der mistrauische Amtmann kam auf den bösen Gedanken, daß die Amtmann Börner die Leute aufwiegle, und in dem ersten Anfall vom Zorn schrieb er an sie: wenn sie sich noch ferner unterstehe, die Bauern wider ihn einzunehmen; so werde er darauf antragen, daß sie alS ein« Ruhestörer!» bestraft werde. Sie erwiederte, da

