83
daß das Glück die Menschen verzieht, «erweich, licht und daß Leiben der Seele Stärke, Ausdauer, Muth und Geduld gewähren.
Als ich das fünfzehnte Jahr erreicht hatte, kam es bisweilen zwischen mir und meinem siebzehnjährigen Bruder zu harten «Streitigkeiten» Ich hatte mich darauf gesetzt, ferner nicht mehr in ihm meinen Gebieter zu respektiren, seiner Laune nicht mehr zu frthnen und mich wie einen Untergebenen von ihm behandeln zu lassen. Wir waren ja Kinder eines Vaters, eine Mutter hatte uns geboren, und ich glaubte mit ihm gleiche Rechte im Hause zu haben.
Einst härte ich ihn laut in der Stube reden. Wir waren allein, mein Vater war ausgegangen. Da ich ihm selten etwas Gutes zutraun konnte, beging ich die unverzeihliche Thorheit, daß ich leise mein Ohr an die Thür hielt, um ihn zu behorchen» Ich konnte ihn nicht sogleich verstchn. Jetzt härte ich eine andere Stimme, und erkannte in ihr, daß ei mein theuerster Freund war, mit dem mein Bruder sprach. Er hieß Lemberg, und sein Name wird

