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über deine Kräfte, damit ich in meiner Krank­heit nichr meine liebste Pflegerin verliere. Ein Uebel wird unerträglicher, je mehr wir es fürch­ten j und selten ist es so groß, als wir'« glau­ben» Ich bin müde und hoffe wieder einzuschla­fen, laßt mich allein. Louise luß sich nur auf dringendes Bitten bewegen, von der Mutter zu gehn.

Louise, die mit dem Mitleid, was sie ge­gen den Leidenden fühlte, immer den Muth ver­band, der erforderlich ist, um ihn kräftig zu unterstützen, beizustehn und zu trösten, war in der ersten Stunde, wo sie erfuhr, daß die Mutter krank sey, ganz verzagt. Fliederikens Gegenwart war für sie ermunternd und erquik« kend; denn diese suchte sich selbst und ihre Be­sorgnisse zu überwinden und meinte, da sogleich ein Arzt geholt würde, sey für das Leben der Mutter sicher nichts zu fürchten.

Louise ging auf den Strümpfen wohl hun­dertmal vor die Thür des Schlafzimmers, und da in demselben alles stille war, glaubte sie e» zu, ihrem Troste, daß die Kranke schlafe. Sie