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laut die Hülfe des schönen Jünglings anrufend. Doch als er auf ihr Geschreis mit Pfeil und Bogen herbeigcflogen kömmt, liegt sie, von den Wölfen zerrissen, entseelt am Brunnen. Die grausamen Mörder sind entflohen."
„Diese Jutta erkennen wir an, und keine andere!" riefen die Zuhörer, und einmüthig beschloß man den Rückweg über die Schloß- ruine zu nehmen, dem Jettenbühl nachträglich die gehörige Aufmerksamkeit zu widmen. Den Kindern kam dieser Vorschlag sehr gelegen. Vieles hatten sie am Morgen nicht mit der gewünschten Muße betrachten können, den interessanten Jettenbühl gar nicht, oder doch wenigstens nicht als solchen in Augenschein genommen, und da sich noch mehr Wißbegierige unter der jüngern Welt befanden, überließ der Vater sie den neuen Bekannten, und schloß sich einigen ältern Herrn an.
Sehr heiter und vergnügt kehrten sie am Abend dieses ersten im Auslande zugebrachten Tages in den Gasthof zurück. Marie war ungewöhnlich aufgeregt, durfte gar nichts mehr erzählen und fragen, mußte Zuckerwasser trinken und sich bald zu Bette legen, während der Freiherr einige Briefe schrieb und Herr Möller sich noch mit den beiden Knaben beschäftigte. Carl wollte die flüchtig hingeworfene Skizze des Anfalls der Wölfe auf die Jungfrau am Brunnen, die er dort nur mit ein Paar kühnen Strichen aufs Papier gebracht, vor Schlafengehen etwas weiter ausführen; und Theodor hatte so viele neue Eindrücke in sich aufgenommen, daß er nicht einschlafen konnte, bis er sie mit dem Lehrer besprochen. Ihm war etwas Außerordentliches begegnet; er hatte einen Studenten kennen lernen, von ihm das Leben in Heidelberg ächt burschikos schildern hören, und den zehnten Theil der Rede nicht verstanden.
Früh am Morgen, ehe der Tag noch vollkommen angebrochen, ward der Freiherr durch einen Gesang erweckt, der ihn seine ganze

