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Schlimmsten ist es im Haftn. Mein armes Näschen mußte viel ausstehen, und ich verbrauchte in Amsterdam ein ganzes Glas ©au de Cologne.

Lachen würdest Du, wie ich gethan habe, wenn Du Frauen mit der brennenden Tabakspfeife sähest; es sieht abscheulich aus. Natürlich rauchen die vornehmen, geputzten Damen nicht; aber die ordinären Fisch- und Obstvcrkäuscrinnen, Wäscherinnen und dergl. Weiber können wie die holländischen Männer ohne die garstige Pfeife nicht leben. Eine grobe Lüge aber ist die bei uns in Deutsch­land allgemein geglaubte Erzählung, daß in den Häusern der ärmcrn Leute ein großes Stück Candiszuckcr in der Mitte der Stube von der Decke herabhängt, woran die ganze Familie beim Thee und Eaffee leckt. Denn so viel Mühe sich auch Herr Bonifaz gegeben, uns diese Einrichtung zu zeigen, auf welche sich besonders Earl gar sehr gefreut, ist ihm doch überall die Weisung gegeben worden, daß man von dieser Sitte hier nichts wisse.

Schließlich muß ich Dir nur sagen, daß Du sehr Unrecht ge­than, schon so bald wieder nach Hause zu reisen. Man lernt nir­gends so leicht und so schnell als in großen Städten, und der Papa wird nun gewiß nicht nöthig haben, mir eine gestrenge Gouvernante zu halten (womit er schon seit mehreren Jahren gedroht), weil sich in fremden Landen Alles von selbst findet. Herr Möller ist zwar me recht mit meinen Fortschritten zufrieden; aber ich glaube er täuscht sich und fordert zu viel von einem 10jährigen Mädchen. Ich will ja keine gelehrte Anna Schuurmann werden! Das Beste von der Sache ist, daß Theodor und Carl gleichen Schritt m't mir ge­hen, nicht klüger sind als ich; mich also auch nicht mehr so oft auslachen können wie sonst, als ich noch so viele dumme Fragen that. Was sie hören und lernen, höre und lerne ich auch; und fragen kön- »en wir alle drei gleich gut, so daß der Papa oft über uns lachen muß.