ewuken ihre moralijche Wesierung. Sie muffen zwar viel arbeiten, jedoch nicht über ihre Kräfte. Den vierten Theil des aus der Arbeit

*) Pilaster, viereckiger Pfeiler.

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halle macht einen großartigen Eindruck. Vier Säulen und acht Pi­laster *) tragen das hohe Gewölbe, das sein Licht von Oben erhalt. Der Fußboden ist von schwarzem und grauen Marmor, die große Haupttreppe ebenfalls von Marmor und jede der 20 Fuß breiten Stufen aus einem Stück. Schöne Marmorbüsten und Bronzeverzie­rungen schmücken die Halle. Aus dieser tritt man in den runden Hörsaal, der sogenannten Aula, die nur bei akademischen Feierlich­keiten gebraucht wird und durch ihre Pracht überrascht. Sieben große, reich mit Bronze verzierte Thüren von Mahagoniholz führen in diesen Saal, auf dessen erhöhten Sitzen der akademische Senat bei Feierlichkeiten Platz nimmt. Ueber derselben läuft eine Gallerie mit schönen, die hohe Kuppel der Rotunde tragenden Säulen. Im Hintern Theil des Gebäudes befinden sich die eigentlichen Hörsäle, Naturaliencabinet, Bibliothek u. s. w. Alle zur Naturgeschichte ge­hörenden Gegenstände, stehen schön geordnet in Glasschränken;. bie Sammlung der geschnittenen Steine und das Münzcabinet sind be­deutend. Der Freiherr bemerkte mit Erstaunen, daß die Schaulust seiner Kinder sich niemals erschöpfte, daß sie in jeder Stadt wieder von Neuem mit frischen Kräften ansingen, ohne das Interesse zu ver­lieren. In Gent sollten sie auch etwas sehen, was ihnen der Vater bis jetzt noch an keinem andern Ort gezeigt: nämlich das von der Kaiserin Maria Theresia gestiftete Zuchthaus, eigentlich mehr ein großes Arbeitshaus, worin die Züchtlinge mit allen Arten von Ge­werben, hauptsächlich mit Leinwandweben beschäftigt sind. Nirgends wird besser für ihr körperliches und geistiges Wohl gesorgt, wie hier. Reinliche Kleidung, Wohnung und Nahrung machen sie gesund und kräftig. Humane Behandlung, Gewöhnung zu Fleiß und Ordnung