Uebrigens ist der Reif cm lockerer und nicht, wie das Eis, ein fester Körper. Die Dünste sind gefro­ren. eh sie, als Tropfen, die Eisgestalt annehmen konnten. Wenn im Winter die Blätter und Zweige der Bäume mit Reif überzogen sind, der sie oft so belästigt, besonders das Nadelholz, daß die Zacken brechen, welche die Sonne beschcint, dann funkelt und glänzt er mit vielfarbigem Lichte und gewährt einen prachtvollen Anblick. Verbreitet sich eine wärmere Luft, so schmilzt der schone, wunderbar gestaltete Reif, wird wieder in Wasser aufgelöst und seine Pracht ist dahin.

Habt ihr schon vom Rauch reif gebort! O ja, in der strengsten Kälte sahn wir Menschen und Thiere davon bedeckt. Wir haben Soldaten gesehn, die einen mit Reif überzogenen Bart hatten.

Das aber ist kein eigentlicher vom Thau her­rührender Reif. Er entsteht durch die Ausdünstun­gen der Menschen und Thiere, die sogleich frieren, wenn sie in die kalte Eisluft kommen und sich, wie eine Art von Schnee, an die kalten Haare und Klei­der anhängen.

Wenn die Luft sich erwärmt und Thauwetter eintritt, so sieht man eine Art von Reif auf Stei­nen, an Wänden, Thüren und Bäumen, nie aber auf Gräsern und weichen Pflanzen.

Warum nicht auch auf Pflanzen, die der kalten Luft ausgesetzt sind? fragte Richard.

Die Körper müssen, was bei den weichern Pflan-