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voll und unbeschreiblich schön ist die Morgen-und Abendröthe, ihr Farbenglanz am Himmel. Ohne Sonnenstrahlen und ohne Dünste, in die jene schei­nen, kann jene prachtvolle Erscheinung vom Ost- und Wcsthimmel nicht statt sinden.

Nicht an jedem Morgen und Abend rbthet sich der Himmel. Ist die Atmosphäre von Dünsten frei, so erscheint uns nur ein schwaches Roth, und bei sehr dichtem und finsterm Gewölk, sehn wir auch dieses nicht. Eine ausreichende und befriedigende Erklär­ung für dies Phänomen giebt es auch nicht; wahr­scheinlich aber ist es, daß vor dem Sonnenlichte, wenn es vom Horizonte her und also durch ein großes Luftgcbiet dringt, zuerst die blauen, dann die gelben und zuletzt die rothen Strahlen verschwinden; daher erscheint die Sonne, wenn sie hoch am Him­mel sieht, weiß und wenn sie sich mehr senkt, gelb und röthlich an der Grenze des Horizonts und daß sie zuletzt den Dünsten und Wolken auch eine rothe Farbe giebt.

5. Die Morgen- und Abenddämmerung. Wie heilsam, wie wohlthätig für unsere Augen sind die allmäligcn Uebcrgänge vom Tage zur Nacht (Abenddämmerung) und von der Nacht zum Tage (der Morgendämmerung!) Die raschen Verwand­lungen vom Lichte zur Finsterniß und von der Finsterniß zum Lichte, kann das Auge nicht wohl ertragen und sie sind ihm schädlich. Wir bemerken