jetzt aber kaum, wenn das Licht sich nach und nach aus dem Luftkreise verliert, wenn es dunkelt und die Nacht stufenweise wieder erleuchtet wird.

Die Zeit zwischen dem Tage und der Nacht, nennen wir Dämmerung. Sie ist es, welche die lan­gen Nachte abkürzt und eine Art von Zwielicht ver­breitet. Durch das schwächere Licht, was die Sonne vor und nach ihrem Auf- und Untergänge in der At­mosphäre verbreitet, entsteht die Dämmerung. Die Morgendämmerung fängt an und die Abenddämmer­ung hört auf, wenn die Sonne eine senkrechte Tiefe von etwa achtzehn Graden unter dem Horizont er­reicht hat. Steht aber die Sonne so tief, so sehn wir auch die grbßern und die kleinern Sterne.

Ehe die Sonne aufgeht und wir ihr wirkliches Bild sehn, schießt sie schon ihre Strahlen in die obern Gegenden unserer Atmosphäre, von da werden sie zu­rück auf die Erde geworfen; und dies geschieht des Abends, wenn die Sonne unsern Augen verschwun­den ist. Die Strahlenbrechung in den Wolken, de­ren Roth dunkeler ist, jemehr die Luft mit Dünsten angefüllt ist, gewährt uns eben das prachtvolle Schau­spiel der Morgen- und Abendröthe.

Die Dämmerung ist nicht allenthalben und in jeder Jahrszeit von gleicher Dauer. Des Abends ist die Dämmerung länger, als des Morgens. Die Län­der unter dem Aequator haben zur Zeit der Nacht­gleiche eine Dämmerung von .einer Stunde und zwölf Minuten. Sie nimmt in dem Grade an Dauer zu,