30 Bewohner Amerika s. Komas, Kenaizen, Tschukotschen.

Wie Komas oder Komigen,

welche die Halbinsel Alaschka bewohnen, und sich von da auf die Insel Kvd- jak und auf die Fuchsinseln verbreitet haben, heißen auch Konjagen, und sind Stammverwandte der, im Osten lebenden, Eskimv's und Grönländer.

Wie Kenaizen oder Kenaitzinks

wohnen östlich von der Halbinsel Alaschka und nördlich von der Kooks- Einfahrt. Auch sie sind ein Stamm der Eskimv's, klein an Zahl, und in Sprache, Sitten und Gebräuchen mit den Tschugatschen übereinstimmend.

Wie Tschukotschen oder Tschugatschen.

Dieses Volk wohnt von den Tschuktschen südlich, auf der Halbinsel, welche im Süden der Kvokseinfahrt und im Nordwesten der Prinz Williams- Bai sich in die See erstreckt. Die Gesichtsbildung dieses Volkes ist rein mongolisch; denn man findet bei demselben dicke Köpfe, runde, glatte Ge­sichter, hervorstehende Backenknochen, kleine, schmale, schwarze Augen und pechschwarze Haare, die, bei beiden Geschlechtern, gewöhnlich in das Gesicht herabhängen. Die Männer machen sich zwischen dem Kinne und der her­vorstehenden Unterlippe einen Einschnitt, der mit dem Munde gleiche Rich­tung hat, so daß es aussieht, als ob sie unter dem Munde noch einen zweiten Mund hätten. An Statt dieses Einschnittes haben die Knaben mehre Löcher, und erst wenn sie mannbar werden, schneidet man ihnen diese Wunde. Das weibliche Geschlecht hat, wie die Knaben, an Statt des Einschnittes, Löcher, in welche es, als Verzierung, kleine Muscheln steckt. Den Nasenknvrpel durchbohren sich beide Geschlechter, und zieren denselben mit Stückchen Baumrinde und Federkielen. Bärte tragen nur bejahrte Männer. Während der Trauer streicht man sich das Gesicht und die nackten Körpertheile schwarz an, außer der Trauerzeit werden diese Theile mit rothem Ocker gefärbt. Alle zieren das Haupt mit Federn, und mehre tra­gen aus Federn gemache Kopfbedeckungen.