112 Bewohner Amerikas. Die Otomaken. Urbewohner von Peru.
nur noch einen kleinen Theil des Landes inne, daS sie zur Zeit der Entdeckung Amerika's bewohnten.
In ihren Hütten herrscht die grösste Ordnung und Reinlichkeit.
Wie VtomnKen.
Die Otomaken kennen keinen Ackerbau, nähren sich von Ameisen, Gummi, Erde, Fischen, Eidechsen und Wurzeln von Farrenkräutern. Wenn sie aber auch andere Nahrungsmittel haben können, und z. B. Fische im Ueberflusse haben, genießen sie doch zum Nachtisch, als Leckerbissen, nachträglich immer etwas Erde. Sie nehmen aber nicht jegliche Erdart, sondern wählen sich dieselbe sorgfältig aus. Die Erde, welche sie essen, hat eine graugelbliche Farbe, und würde guten Töpferthon geben, da sie fett und öhlig ist. An den Ufern des Orinoko und der Meta sammeln sie diesen Letten, und unterscheiden durch ihren Geschmack die eine Erdgattung von der andern. Sie kneten den Thon in Kugeln, welche 4—5 Zoll im Durchmesser haben; diese Klöße backen sie an einem kleinen Feuer, bis die Vorderseite der Oberfläche eine röthliche Farbe erhält; darauf heben sie sie auf. Wollen sie von solchem harten und schweren Klöße Etwas essen, so befeuchten sie ihn wieder, und machen ihn dadurch weich. Die Otomaken, so wie die Guaraunen sprechen so unglaublich schnell, daß man die hervorgebrachten Töne kaum zu fassen vermag. 2m Allgemeinen sollen die Sprachen dieser Völkerschaften, besonders im innern Lande, übel klingen und rauh sein, was der Verfasser an einem Bvttvkuden, mit welchem er einige Monate in einem Hause wohnte, und den er täglich oft mehrmal sprechen hörte, auch bemerkte. Einige dieser Völkerschaften, z. B. die Saliva's sprechen ganz durch die Nase, die Situva's holen die Töne ganz aus der Kehle herauf; bei den Betoy's hallen die Zahnbuchstaben immer vor. Die Sprache der Achagua's soll die einzige harmonische im Innern sein.
Urbewohner von Jleru.
Von den Urdewohnern von Peru (sprich Peruh) sind noch Nachkommen vorhanden, an welchen weder die Zeit, noch der Druck der Eroberer etwas geändert hat. Nur der Name der Religion ist ein anderer geworden. In

