schösse, welches einem Keller ähnlich ist, keine Fenster haben. Wenn im untere» Theile des Gebäudes Öffnungen vorhanden sind, so sind es Schieß- scharte», die zur Vertheidigung desselben diene». Die Familie wohnt im obern Stockwerke, wo kleine, vergitterte Fenster gestatten, in die Gegend umher zu spähen. Nicht selten sind solche kleine Festen von einem ummauerten Hofraume umgebe». Moritt schildert die Wohnung eines Kapitäns der Maln« auf folgende Weise. Die Wohnung bestand aus zwei steinernen Thürmen, wie man sie an den Gränzen von England und Schottland auch findet, und in einer Reihe von Wirthschaftskammern, Gemächern für die Hausleute, Ställen und Schoppen, die einen Hof umgeben, in welchen man durch ein mit Bastionen gedecktes Bogenthor tritt. Wen» man sich dieser kleinen Feste nähert, tritt ein Bewaffneter den Ankommenden entgegen, und meldet dieselben. Sind es empfohlene oder von Freunden begleitete Fremde, so kommt der Herr mit seinem Gefolge selbst zum Empfange. Der Hausherr nimmt an der Tafel mit den Fremden Platz, seine Gattinn und Töchter bedienen die Fremden während des Essens.
Zu den Gebräuchen der Mainoten gehört auch der, daß der zukünftige Mann das Frauenzimmer nicht unter vier Augen sprechen kann, ehe es ihm angetraut worden ist. Wenn man Hochzeiten feiert, so schießt man Gewehre bei dieser Gelegenheit ab, und es werden große Festlichkeiten veranstaltet. Aus den Fenstern des Hochzeithauses wirft man den Vorübergehenden getrocknete Früchte zu, und acht Tage lang hinter einander gibt es neue Gelage. Nach acfyt Tagen geht das junge Ehepaar wieder in die Kirche, und der Mann übernimmt dann die Mitgift von seiner Frau. Der Hochzeitsanzug besteht bei den Männern aus einer scharlachrothcn Weste, welche auf den Nähten gestickt ist, einer rothen Mütze mit seidenen Quasten und sehr weiten Hosen. Die Frauen haben eine seidene Haube, tragen einen Schleier mit Fransen, und haben über dem Untcrklcide einen scharlachrothen Überwurf mit außerordentlich weiten Ärmeln. Männer wie Frauen tragen keine Strümpfe.
Wenn jemand gestorben ist, stellt man die Leiche mit unbedecktem
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mit einander in Fehden lebe», wenn keine äußere» Feinde vorhanden oder zu fürchten sind. Wenn auch Barbaren, sind sie doch gastfrei, und gewähren dem Fremden, welcher von ihnen Schutz erfleht, oder erkauft, Sicherheit. Die Häuptlinge werden Kapitäne genannt, und wohnen in einer Art von festen Thürmen, die vereinzelt, in der Mitte des dazu gehörigen Gebietes, liegen, nur ein schmales und niedriges Thor, und im unteren Ge-

