36
wir ließen uns durch die Boote dahin pi'lotiren und sicherten das Schiff glücklich.
Den folgenden Morgen machten wir Anstalt, das Schiff noch besser in den Hafen hinauf zu ziehen. Es stellte sich eine ungeheure Menge Kähne ein, die anfangs mit Lebensrnitteln belade» zu seyn schienen. Als sie näher kamen, entdeckten wir, daß die meisten eher zum Kriege, als z»m Handel ausgerüstet waren, indem sie nichts als runde Kieselsteine an Bord hätten. Ich hatte zwar alle Anstalten zur Gegenwehr getroffen; der vierte Theil der Equipage mußte allezeit unter den Waffen bleiben, die Kanonen waren geladen und zum Abfeuern bereit, tu den Booten waren Musquetons befestigt, und jeder hatte Ordre, sich auf den ersten Wink an seinem Platze einzufinden. Endlich kam eine Ladung von Weibern, die in einer Reihe saßen, und als sie näher aus Schiff kamen, alle nur erdenkliche unzüchtige Geberden machten. Unterdessen zogen sich die großen, mit Kieselsteinen bcladcncn Kähne zusammen; es erhob sich ein heiserer Gesang und eine Musik auf Flöten und großen Muschel». Ein Mann, der auf einer Art von Bühne saß, gab ein Zeichen, daß er dem Schiff näher zu kommen verlangte. Ich willigte darein, und als er dicht heran kam, reichte er einem Matrosen einen Bündel rother und gelber Federn, und winkle, daß sie mir überreicht werden sollten. Ich nahm sie

