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welche Versuchungen ausgesetzt find, denen sie nicht widerstehen können. Die Keuschheit steht bei ihnen in so geringem Werlh, daß Unfruchtbarkeit und häufige unzeitige Geburten, die gewöhnlichen Fol­gen eines vermischten Umganges, sehr allgemein unter ihnen sind. Aus dieser Quelle muß man auch die Vernachlässigung und den Mangel an mütter­licher Zärtlichkeit gegen die Kinder aus früheren Verbindungen herleiten, die bei vielen schwarzen Weibern so auffallend sind.

Diese Umstände zusammengenommen sind mehr als hinreichend, um die jährliche Verminderung der Sclaven zu erklären. Auch muß ich offenherzig gestehe», daß die Sclaverei, selbst in ihrer mil­desten Gestalt, der Bevölkerung nachthcilig ist. Das menschliche Geschlecht, um sich häufig zu ver, mehren, muß sich in günstigen Umständen befin­den, lind wenn Vernunft und Gefühl sich nicht einigermaßen mit dem sinnlichen Instinkt vereini­gen, so erblickt die unglückliche Frucht nur das Licht, um zu sterbe». Es ist unnütz, dieses weiter auszuführen. Männer, welche des Nachdenkens fä­hig sind, und erfahren, daß ein so ungleiches Ver­hältniß unter den beiden Geschlechtern Statt fin­det, werden von selbst die gehörigen Folgerungen daraus ziehen und eingestehen, daß eine Abschaf­fung des Sclavenhandels nicht das rechte Mittel sey, diesem Uebel abzuhelfen.