234
Spieße aufgereiht und in dazu verfertigte Oefen gehangen. Alsdann macht man Feuer von Weinranken oder anderm nassen Holze darunter, das viel Rauch und wenig Flamme gibt, da sie dann nach 24 Stunden getrocknet und geräuchert sind und Bücklinge heißen. Die holländischen Strohbücklinge, die nach Hamburg und Bremen, und von da nach ganz Deutschland geführt werden, fängt man unter Nordholland, vor Enkbuysen, Monike- damm und Hoorn. Die Kieler Bücklinge werden auch in Pommern, Danzig, Preußen und am me- melsche» Strande gefangen.
Die Anzahl der holländischen Binsen hat in den letzter« Zeiten immer nach und nach abgenommen, so daß nunmehr ein Jahr in das andere gerechnet, selten über 200 aus den niederländischen Häfen auslaufen, die aber dennoch einen Gewinn von zwei Millionen holländischer Gulden, nach Abzug aller darauf verwandten Unkosten, einbringen.
Schweden, das sonst, wie man behauptet, jährlich acht Tonnen Goldes für diese Waare weggeschickt hat, hat späterhin mehr Aufmerksamkeit auf den Heringsfang gewendet, wozu die von dem Könige 1745 privilegirte Fischergesellschaft viel beigetragen hat, also daß Schweden jetzt der fremden Heringe entbehrt.
Als vormals der Heringsstrich auf Norwegen noch stärker ging, so wurden aus den schonischen

