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stritten. Der Kaiser, sagen ste, verrichtete zweimal, nebst dem Patriarchen, sein Gebet in U. L. Fr. Kirche, man trug das daselbst verwahrte Kleid der Mutter Gottes in Procession an das Gestade und wusch es. Alsbald entstand, so stille und heiter das Wetter vorhin war, ein schrecklicher Sturm, der die feindlichen Fahrzeuge zerstreute und sie an den Klippen zerschmetterte!*) Oleg, dem Rurik die Vormundschaft über seinen Prinzen Igor empfohlen hatte, that 906 einen neuen Zug gegen Con- stantinopel. Er sammelte ein großes Heer, mit dem er theils zu Wasser auf 2000 Fahrzeugen, theils zu Pferde vor gedachte Stadt ging. Das Erste was er that, war, daß er die Vorstädte in Brand steckte, und alles, was ihm vorkam, niedermachte. Er bediente sich, sagt die Chronik des Abts Theodosius von Kiow, einer Art von Wagen, welche oben mit Segeln versehen waren, und wobei der Wind die Stelle der Pferde vertrat. Die Stadt schickte sogleich Abgeordnete zum Oleg ins Lager und erbot sich zum Tribut. Sie hatten eine Menge Lebensmittel bei sich, die aber Oleg, aus Furcht sie mochten vergiftet seyn, nicht annahm, sondern dafür ein Geschenk an Waffen verlangte. Die Belagerung abzukaufen, mußte der Kaiser für
*) Müllers Sammlung russischer Geschichte, Th. I. S. 11 und 28.

