wohnlich alle Jahre ein, woran die unreine und unordentliche Lebensart der Türken Schuld seyn soll. Sie richtet aber oft um desto größere Ver­wüstungen an, da die Polizei so wenig besorgt ist, ihre weitere Verbreitung zu verhüten, und es leidet, daß die Kleider und Betten der an der Pest Gestorbenen sogleich von andern gekauft und gebraucht werden. Alsdann erst, wenn des Ta­ges tausend und mehr Menschen zu Constantino- pel an dieser Seuche den Geist aufgeben, fangen ste ihre Processionen und Pestgebete an. Doch in den neuern Zeiten pstegen sie, wenn das Uebel überhand nimmt, die angesteckten Straßen zu ver­mauern und ihre Gemeinschaft mit den noch ge­sunden Quartieren der Stadt aufzuheben.

294