Frei im Saale steht ein großer oraler, mit blauem, herabhangendem Tuche beschlagener Tisch mit einem Schreibepulte, dem hinten ein aus Holz sauber geschnitzter, weiß lackirter Schwan (die be­kannte Anspielung auf Luthers Namen) mit seinen ausgebreiteten Fittichen zur Stütze dient. Dieser Tisch, auf welchem auch eine verschlossene blecherne Büchse freie Beiträge zur Almoseucasse aufnimmt, soll Luthers eigener Studiertisch gewesen seyn, was aber ohne Zweifel nur eine Fabel ist. Eher mag es gegründet seyn, daß ein altes, auf dem Pulte liegendes Blatt Papier mit einer ziemlich verbleich­ten, übrigens unbedeutenden Schrift von Luthern selbst herrühre.

Nahe bei diesem Tische steht an der Wand ein kleinerer Tisch mit einem Schubkasten, in welchem unter andern Papieren auch einige Familienbriefe Luthers in Abschrift befindlich sind. Auf dem Tische selbst stehen Luthers Schriften in einigen Folio- Bänden, und dabei noch einige daher geschenkte alte theologische Bücher *).

*) Der Magistrat hatte bei der Einrichtung des Hau­ses den nicht Übeln Gedanken, in der neben dem

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tigen Herrn v. Kuntsch, ehemaligen sachsen-go- thaischen Raths, der sich um seine Vaterstadt, be­sonders durch eine Armenstiftung, verdient gemacht hat.