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daß man bei 10 Grad Reaumur sich ziemlich be­haglich im Schatte» befindet, und wo 2 Grad über den Eispunkt schon eine heftige Kälte scheint; in einem solchen Klima können die Menschen nicht das Jahr hindurch unter freiem Himmel bleiben, ohne zu erstarren, oder auf andere Art umzukommen.

Auch lehrt der Augenschein, daß dies nicht ge­schieht. Man gehe in der Nacht durch die Straßen von Neapel; wo liegen denn die Lazzaroni, wo haben sie denn ihre Lagerstätten? Dreißigtausend Menschen, wie man ihre Zahl gewöhnlich angibt, brauche» Platz, und es müßte in jeder Straße eine ganze Menge von ihnen liegen. Man kann lange darnach suchen. In einer der volkreichsten Straßen sieht man wohl zu Zeiten einen schlafen­den Menschen auf der Schwelle einer Kirchenthüre liegen, aber dies möchte wohl in London, Paris, Berlin auch kein Wunder seyn. Ich will selbst zugeben, daß bei gutem Wetter einige hundert arme Menschen die Nacht in Neapel auf den Stras­sen zubringen, aber keine dreißigtausend! Alle beobachtende Deutsche, alle unterrichtete Italiener betrachten auch die Sache als eine Fabel und la­chen darüber.

Was überhaupt die Zahl der Lazzaroni betrifft, so läßt sie sich unmöglich angeben« Wer mag zäh­len, wie viel Straßenpöbel in einer so ungeheuern

Stadt ist? Auch haben sie ihre Abstufungen, wie