ten, daß sie nach ihrem Alter, der Reihe nach, Rüben oben und Benjamin unten, saßen. Wer war es, dem die Zahl ihrer Jahre und wie sie auf einander folgten, bekannt war in dem fremden Lande? Dies konnte sie auf eine Vermuthung bringen; aber die Wahrheit lag ihnen zu fern; die Zerstreuung ihres Geistes war zu groß; ihre Lage, was aus ihnen werden würde, beschäftigte sie zu sehr. Kein Zug in Josephs Wesen zeigt ih­nen den Bruder, auch hat er bisher an ihnen son­derbar, aber keineswegs brüderlich gehandelt. Auf­fallend war es ihnen auch und dem Benjamin am meisten, daß ihm, nach der Landessitte, wie man es einem Gaste zu thun pflegte, den man vorzüg­lich ehren wollte, statt einer Portion, wie seine Brüder sie von Josephs Tisch empfingen, fünf der­gleichen Portionen vorgesetzt wurden, damit er die Auswahl unter den verschiedenen Speisen haben sollte. Wir betrachten diesen Vorrang, den Jo- seph dem Benjamin vor den Andern gab, als ei­nen unverkennbaren Beweis seiner zärtlichen Liebe gegen den leiblichen Bruder/ der uns sein Inneres andeutet; aber aus den vorhin angeführten Grün­den wurde er nicht verstanden und konnte nur

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