genommen, daß es ihnen unmöglich wäre, sich der Erziehung ihrer Kleinen gehörig anzunehmen. Sie müßten dieselben ihren Dienst­boten überlassen. Wer sind aber diese? Grönländerinnen, Neger­oder Hottentottenmädchen, die es vielleicht recht gut meinen, die aber für die Kinder ihrer Lehrer eine so kindische Vorliebe haben, daß diese in ihrer Pflege ohne anders verzärtelt und verderbt werden würden. In Grönland und Labrador wären die Missio- naricn, zumal im Sommer, eher im Stande etwas für ihre Kinder zu thun; denn da sind die meisten ihrer Zuhörer auf der Rennthierjagd oder auf dem Seehundsfang und Fischfang von Hause abwesend. Allein das beschränkte Stubenleben, daS diese armen Kinder den größten Theil des JahreS führen müssen, ist für die Entwicklung ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten sehr nachtheilig, und es ist also eine gebieterische Nothwendigkeit für sie, daß sie schon früh in andere Verhältnisse versetzt werden.

Vater oder Mutter, oder beide verloren. Mehrere von ihnen ha­ben ihre Eltern gar nie gekannt; daö todtbringende Klima der heißen Himmelstriche hat sie in ihren besten Jahren hinweggerafft. Sie sind ein Opfer ihres treuen Dienstes am Werke deS HErrn geworden. Sie haben um Jesu willen ihr Leben nicht gelicbct bis in den Tod.

Andere von diesen Kindern haben zwar noch ihre Eltern; aber diese sind meist durch ihren Missionöberuf so sehr in Anspruch