32

unS, daß wir keinen Weg durch dasselbe sahen, und auf einer Insel übernachten mußten. Abends kamen fünf Grönländer auS Neuherrnhut zu unS, die ihrer Erwerbung nach in ihren Kajaken hierher gefahren waren. Sie freuten sich sehr, uns bier zu finden und blieben über Nacht bei unS. Am 18. Juli eilten einige von ihnen stillschweigend voraus, um uns anzukündigen.

Die Eiöstücke hatten sich etwas zertheilt, so daß wir unS einige Stunden weit durcharbeiten konnten. Nun aber wurde das Eis so dicht, wie eine Brücke und es war uns unmöglich, weiter vorzudringen. Meine lieben Grönländer, deren ich eilf, neun Frauen und zwei Männer, bei mir hatte, bezeigten sich überaus besorgt und dienstwillig gegen mich und meine Kinder, ließen mich auch bei dem gewöhnlichen Aus. und Einladen dcS Bootes Abends und Morgens durchaus nicht Hand anlegen, sondern wiesen mich einigemal mit den Worten zurück: Bemühe Du Dich nur nicht, wir wollen schon alles machen! Da wir endlich den 20. Juli Abends bis 3 Stunden vor Neuherrnhut gekommen wa­ren, so beschlossen wir, die Nacht hindurch fortzufahren, weil es jetzt noch nicht finster wird, da denn meine drei kleinsten Kinder im Boot schliefen und die zwei größer» mit rudern halfen. ES wurde jedoch in diesem eigentlichen grönländischen Sommermonat so kalt in der Nacht, daß es Eis fror. Wir trafen zwischen den Inseln noch so viel Treibeis an, daß wir die ganze Nacht hin-