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Südsturm; dieß war der siebente Sturm, aber auch der letzte, während der ganzen Reise. Zu Mittag trieb ein schönes drei- mastiges Schiff dicht neben dem unsrigen vorbei. Aus Neugierde versuchten wir auf das Verdeck zu gehen. Es war aber zu schauderhaft anzusehen, wie das Schiff in den Wellen herumgeworfen wurde, und dabei denken zu müssen, daß es dem unsrigen nicht besser geht.
Den 6. Nov. kündigte uns der Kapitän an, daß das Trink- wasser bald zu Ende gehe, und nun damit gespart werden müsse; daher wir unsern Theekessel, welcher 8 Tassen hielt, täglich nur zweimal voll bekommen konnten. Dieß war für uns sieben Personen knapp genug, besonders da die Kinder bei der harten Schiffskost immer trinken wollten. Doch dem Heiland sei Dank! diese Noth währte nur fünf Tage, denn am 8. Nov. bekamen wir guten Wind; gegen Abend sahen wir Land, und am 9ten als einem sehr angenehmen Tage, passirten wir die Edinburgcr Fiorde. Nun sahen wir den ganzen Tag Land und Häuser, welcher Anblick bei den Kindern viel Erstaunen erregte, indem ihnen der überaus große Abstand gegen Grönland sehr in die Augen fiel. Wir konnten ihnen auf die vielen Fragen: Was ist das? Wie heißt das? kaum Auskunft geben. Den 11. Nov. kamen wir in den Hafen von Leith, als der Vorstadt von Ed in bürg in Schottland, unter einigen hundert Schiffen glücklich vor Anker,

