00

PitänS grüßten sich gegenseitig durchö Sprachrohr, und die Flag­gen wurden aufgezogen. Schnell stiegen die Knaben in ihr Boot hinauf, und zogen auch Segel und Flagge auf, welches die Vorbeifahrenden sehr belustigte. In diesen Tagen fischte der Steuermann viel Seegras, welches die Kinder emsig trockneten, um es ihren lieben Eltern zu schicken.

Den 4. April, als am Charfreitag, war sehr stilles Wetter, und auch auf unserm Schiff war alles zu stiller Betrachtung der TagcSgeschichte gestimmt. Der Obersteuermann, der öfters von ferne zugehört, wenn ich den Kindern aus der Harmonie der vier Evangelisten vorgelesen, bat mich, ihm dieß Buch zu borgen. Später schenkte ich es ihm, worüber er große Freude bezeugte.

Bis jetzt hatten wir mäßigen Wind; den 5ten aber wurde er so stark, daß die Kinder wieder alle seekrank wurden. Da gabs viel zu Pflegen und zu trösten. Daß ich nicht nur von der Seekrankheit gänzlich verschont blieb, sondern mir auf der ganzen Reise nicht daS mindeste Unwohlsein zustieß, erkannte ich als eine ganz besondere Gnadenwohlthat meines lieben Herrn und Heilandes.

Den 6. April waren die Kinder wieder besser. Es schwam­men mitunter ganze Schaaren der sogenannten portugiesischen Ma- nuars um unser Schiff herum. Dieß sind eine Art Muschelthiere, die eine weiße Haut, in der Größe einer gewaltigen Seifenblase

7 *