114

holen, worüber sie gar sehr glücklich waren. Bei ihrer Zurück- kunst hatten sie viel zu erzählen von dem waS sie gesehn. Durch den Schiffszimmermann, der diesen Abend zu Lande nach Altona ging, meldete ich dem Prediger Seifart unsere Ankunft, wo­rauf uns den folgenden Vormittag durch Herrn Hamel ein klei­nes Fahrzeug entgegen geschickt wurde, auf welchem wir schneller als auf unserm großen Schiffe vollends die Elbe hinauf hätten segeln können. Allein der Kapitän bat mich, mit den Kindern auf seinem Schiffe zu bleiben, bis er vor Hamburg die Anker könne fallen lassen. Diese Freude wollte ich ihm gern machen, für seine Güte und Freundlichkeit, die er uns während der gan­zen Reise so vielfach erwiesen hatte.

Den 30. April zu Mittag wurden sodann zum letztenmal die Anker gelichtet, und wir fuhren in vollen Segeln, und mit un­aussprechlicher Freude unserm nahen Ziele zu. Alö wir bei Al- tona vorbei fuhren, stellte der Kapitän alle sieben Kinder der Reihe nach auf ein dazu eingerichtetes Gerüste, von wo aus sie die Stadt gut sehen konnten, und auch von den Leuten auf dem Lande gesehn und gegrüßt wurden. Mit vielen Kanonenschüssen grüßten wir die Stadt, und wurden auf dieselbe Weise bewill- kommt. Die Kinder waren über Alles so erstaunt, daß sie kaum Worte finden konnten, sich auszudrücken. Um 3 Uhr ließen wir vor Hamburg die Anker fallen. Vater Hamel ließ uns sogleich