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Die Nacht über blieb ich bei dem Sarge; das tröstende Gefühl der Nähe Jesu stärkte mich, Alles auf die, bei uns ge­wöhnliche Weise zum Begräbniß auf den morgenden Tag zu ver­anstalten. Gern hätten wir die Leiche noch länger bei unS be­halten ; aber deutliche Merkmale der Verwesung ließen uns nicht zu, Einsprache gegen den Wunsch des Kapitäns zu thun, der ein längeres Behalten für nachtheilig hielt.

Am 16. Juli des Morgens um halb acht Uhr stellte sich alles SchiffSvolk, Passagiere und Kapitän in anständiger Klei­dung in zwei Reihen. Ich selbst trat mit der Wittwe Schärf und den sieben Kindern, von denen nun sechs Waisen waren, näher zum Sarge. Zuerst gab ich zum Gesang den Vers an:

Nun laß Dich zur Verwandelung In Gottes Felder'n,

Mit Hoffnung und Versicherung Einst schöner aufzustehn.

Verbirg Dich unserm Angesicht Im kühlen Meeresschooß;

Du hast das Deine ausgericht't,

Und kriegst ein ftlig's LooS.

Hierauf that ich mit tiefer Wehmuth ein inbrünstiges Gebet, sprach die Begräbnißlitanei, und nach dem Segen des Herrn wurde der Sarg an Tauen in die See gelassen. Eine Minute