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1727 auf der Rhede von Kopenhagen an. Zwei Monate später wurde ich mit meinem Kameraden getauft, nachdem wir in der Prüfung das Zeugniß erlangt hatten, daß wir unser Christenthum wohl verstehen. Hernach wurden wir dazu bestimmt, daS Schmiedehandwerk zu lernen, weil dieses für Afrika sehr Vortheilhaft sei. Wir hatten aber keine Lust dazu, und ließen dem Prediger keine Ruhe, bis er uns Erlaubniß verschaffte, daß wir stu- diren durften. Es wurden unS nun zur Vorbereitung auf die Universität vier Jahre ausgesetzt.
Während dieser Zeit fühlte ich wohl, daß sich der Herr auf vielerlei Weise mit mir zu thun machte, und mich oft innig bewegte. Ich habe mich aber immer wieder weggeschlichen, und habe gemeint, ich sei noch allzu jung, mich so früh unter das Kreuz zu begeben; wenn ich Student sei, so wollte ich mich dem Herrn übergeben.
Ich wurde im Jahr 1732 Student; da kam ich aber nur noch tiefer in die Welt hinein, und kriegte Lust zum ungebundenen freien Leben. Ich gerieth mit einem Worte in die allergrößte Gefahr, und hatte in diesen zwei oder drei Jahren beständige Unruhe. Ich stand nicht nur schlecht bei Menschen, sondern hatte auch keinen Frieden mit Gott.
Im Jahr 1735 kamen etliche Missionare aus Deutschland nach Kopenhagen, die zu den Lappländern reisen wollten. Ich

