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man es wagen durste, nur den ersten Sklaven zu unterrichten, und ihm die heilige Taufe zu ertheilen. Es dauerte über vierzig Jahre! Das war eine lange Geduldschule für die Missionare.
Es hat mir ein alter Missionar, der vor etlich und sechzig Jahren ins Land gekommen ist, erzählt, daß als sie es endlich mit den ersten Sklaven gewagt hatten, sie zu unterrichten, einmal ein Jude zu ihnen gekommen sei, deren es sehr viele in der Kolonie gibt, und habe sie mit den Worten angefahren: „Was untersteht ihr euch, meinen Sklaven zu taufen?" „O, sagte ihm der Missionar, sei unbesorgt. Laß deinen Neger immerhin einen Christen werden; die Taufe betrifft nur seine Seele; mit seinem Leibe bleibt er dein Sklave nach wie vor."
Die ersten Heidenboten in diesem Lande waren also genöthigt, für die Zeit von den Negern abzusehen, und sich zu den Indianern zu wenden, die im Innern des Landes in den Wäldern wohnen, und die man nie zu Sklaven hat machen können. Aber auch dazu mußte man die Erlaubniß der weißen Leute hae den. Und das hielt sehr schwer. „Ihr guten Leute, — sagte ein vornehmer Herr den Missionaren, — was fällt euch ein? Mit den Indianern ist nichts anzufangen; die kann man nicht zu Christen machen!"
Seht, liebe Kinder! so urtheilen die Menschen in der Welt, die von der Kraft des Evangeliums nichts wissen, und auch keine

