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Liebe haben für ihre Mitmenschen. Ich habe auch Menschen ge. nug kennen gelernt, die so urtheilten, und die nach Kains Sinn sagen: Waö geht mich mein Bruder an? — Was wäre aus der Bekehrung der Heiden geworden, wenn sich jene Friedensboten durch solche Worte hätten abschrecken lassen?
Die Missionare blieben fest im Glauben, und zogen unter unzähligen Schwierigkeiten tief in die Wildniß, bis in die benachbarte Kolonie Berbice, bauten sich Hütten unter den Indianern, und lernten mit großer Mühe ihre schwere Sprache. Ach, was war daö für eine schwere Zeit, und wie lange hat sie gedauert! Missionar Quandt erzählte mir, daß er aus Unkunde seine erste Reise in den Wald gerade in der Regenzeit antrat. Der größte Theil deS WaldcS, durch den er gehen mußte, war überschwemmt, und er mußte oft Stunden lang über den halben Leib im Wasser waten. Wenn er dann seinen Führer verlor, so mußte er sich darnach richten, wo das Wasser am trübsten war. Dazu wurden seine Hände, wenn er beim Auögleitcn schnell einen Baum ergriff, von den spitzigen Dornen ganz wund gerissen. Denn eS gibt dort eine Art Palmbäume, deren Rinde mit lauter Stacheln, so spitz wie Nadeln, umgeben ist, die gleich in der Haut abbrechen. Bei solchen Beschwerlichkeiten war cö kein Wunder, daß viele dieser Sendboten schnell ihre Lebenskraft verzehrten.
Oft machten auch die Lehrer einen vergeblichen Gang; denn

